Warnhinweis in eigener Sache
Immer wieder kommt es vor, dass unseriöse Geschäftemacher sich den guten Namen der Verbraucherzentralen zunutze
machen wollen, indem sie sich als Verbraucherschützer ausgeben.
Immer wieder erhalten Verbraucher Telefonanrufe von vermeintlichen Verbraucherschützern. Diese geben unter anderem vor, dass
- sie Telefonnummer, Namen und andere Daten des Angerufenen von einer Verbraucherzentrale bekommen hätten,
- sie mit einer Verbraucherzentrale zusammenarbeiten würden,
- sie im Auftrag einer Verbraucherzentrale anrufen.
Besonders dreist ist es, wenn sich diese Anrufer als "Verbraucherzentrale Frankfurt" vorstellen und so der Eindruck erweckt wird, der Anruf käme von der Verbraucherzentrale Hessen.
Immer wieder erhalten wir Anfragen, ob Herr Fred Kaier mit der Verbraucherzentrale Hessen zusammenarbeitet. Herr Fred Kaier ist der Verbraucherzentrale Hessen nicht persönlich bekannt. Mit ihm besteht keinerlei Kooperation.
Häufig berichten hessische Verbraucher davon, dass sie von einer Privaten Verbraucherberatung in Trier angerufen worden seien.
Doch weder diese Organisation noch die sogenannte "Verbraucherzentrale Frankfurt" hat etwas mit den anbieterunabhängigen Verbraucherzentralen der Bundesländer zu tun.
Telefonwerbung ohne ausdrückliches Einverständnis der Verbraucher ist gesetzlich verboten und verstößt gegen das
Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.
Weitere Beispiele, in denen sich Anbieter das Vertrauen von Verbrauchern mit dem guten Namen der Verbraucherzentralen erschleichen
wollten, sind:
- Im November 2011 wird Verbrauchern am Telefon erzählt, man rufe im Auftrag der Verbraucherzentralen an. Es wird darauf hingewiesen, dass bestehende Lebensversicherungen oder andere Anlageformen gekündigt werden müssen und stattdessen eine Anlageform abzuschließen sei, welche mindestens die doppelte Ablaufleistung beinhalte und im Hinblick auf die Euro-Krise sicher sei.
- Ein "Volks Verbraucherschutz" aus Frankfurt am Main treibt vermeintliche Forderungen eines Gewinnspieleintagungsdienstes ein.
- Ein "Verbraucherservice West" aus Köln bietet per Email einen Krankenversicherungsvergleich an und bedient sich dabei des Mottos "Informierte Verbraucher sind stark - wir informieren Verbraucher".
- Spamer haben im Jahre 2008 die Email-Adresse der Verbraucherzentrale Hessen infodienst@verbraucher.de als Absender zur
Versendung von Mails mit vorwiegend sexuellen Inhalten missbraucht.
- Verbraucher wurden von einer angeblichen "Verbraucherschutzzentrale" beziehungsweise
einem "Deutschen Bundesverband Verbraucherservice" angerufen, um sich für
59 Euro in eine Sperrliste eintragen zu lassen, die sie vor unerwünschten Werbeanrufen schützen soll.
- Auf der Internetseite www.verbraucherschutzzentrale.eu wurden Originaltexte
der Verbraucherzentrale Hessen veröffentlicht, um Besucher der Seite auf eine eigene 0900-Beratungsnummer zu locken.
Die Texte wurden nach Abmahnung durch die Verbraucherzentrale Hessen gelöscht. Inzwischen existiert auch diese Internetseite nicht mehr.
Die Verbraucherzentrale Hessen distanziert sich von derartigen Machenschaften und weist ausdrücklich darauf hin,
- dass sie keine Verbraucher zu Werbezwecken anruft oder per Email kontaktiert, um diesen Beratungen oder sonstige Leistungen anzubieten,
- dass sie persönliche Daten von Verbrauchern nicht an Dritte weitergibt,
- dass sie weder auf ihrer Internetseite noch in anderen Publikationen noch in der Beratung Werbung für gewerbliche Anbieter
macht und keine Empfehlungen für gewerbliche Anbieter ausspricht,
- dass Verbraucher, die im Internet nach Informationen der Verbraucherzentralen suchen, sich nicht von dem Erscheinungsbild
einer Internetseite täuschen lassen sollten. Der Betreiber einer Internetseite muss im Impressum genannt sein. Wenn dort nicht der Name und die Adresse einer Verbraucherzentrale der Bundesländer stehen, dann sind Verbraucher auch nicht auf einer Internetseite
der Verbraucherzentralen.
- Verbraucher werden von der Verbraucherzentrale nur angerufen, wenn ein zuvor vereinbarter Termin verschoben werden muss.
Gelegentlich beauftragen Verbraucherzentralen oder der Verbraucherzentrale Bundesverband seriöse Institute mit einer Meinungsumfrage bei Verbrauchern. Diese legitimieren sich aber in ausreichender Weise und bewerben ebenfalls keine Produkte oder Dienstleistungen.
Eindringliche Warnung der Verbraucherzentrale Hessen:
- Geben Sie Fremden niemals Ihre persönlichen Daten wie Adresse oder Kontoverbindung - weder am Telefon noch in Kontaktformularen im Internet!
- Erwecken Anrufer den Eindruck, dass sie ihre Kontodaten oder andere Daten schon haben und diese nur abgleichen möchten,
verweigern Sie die Auskunft!
- Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge! Sollten dort unberechtigte Abbuchungen vorgenommen worden sein, lassen Sie diese von Ihrer Bank zurückbuchen.