Die Lebensmittelindustrie lässt sich möglichst wenig in die Karten schauen. Doch gerade für Kinder ist es wichtig, natürliche, wenig verarbeitete Lebensmittel zu essen. Jeder kann selbst einige verdeckte Karten aufdecken: In der Zutatenliste auf der Verpackung müssen alle verwendeten Zutaten – auch die Zusatzstoffe (E-Nummern) aufgeführt werden. Die Zutaten sind nach absteigendem Mengenanteil sortiert, d.h. die größte Menge steht am Anfang und die kleinste am Ende der Liste. Dadurch liefert die Zutatenliste wichtige Hinweise über die Zusammensetzung und die Qualität des Lebensmittels.
Fertiggerichte, Süßwaren und Knabbereien kommen in der Regel nicht ohne Zusatzstoffe aus. Um das natürliche Geschmacksempfinden der Kinder zu erhalten, aber auch Unverträglichkeitsreaktionen zu vermeiden, sollten Sie Produkte mit Zusatzstoffen wie Süßstoffen, Geschmacksverstärkern, Aromen, Säuerungsmitteln, Konservierungs- und Farbstoffen nicht oder zumindest nur selten verwenden.
verleihen einen „Einheitsgeschmack“. Kinder wissen häufig nicht mehr, wie natürliche Lebensmittel schmecken, sondern erwarten z.B. bei Erdbeeren den Geschmack, den sie vom Erdbeerjoghurt oder -milchmix kennen.
wie z.B. Zitronensäure (E 330), greifen insbesondere zusammen mit Zucker die Zähne und den Zahnschmelz an.
senken zwar den Kaloriengehalt, aber die Gewöhnung an die Geschmacksrichtung „süß“ bleibt oder wird mit ihnen sogar gefördert. Für Süßstoffe gelten die sogenannten ADI-Werte. (Diese beschreiben die Mengen, die ein Mensch lebenslang täglich aufnehmen kann, ohne dass gesundheitliche Folgen auftreten würden.) Vor allem im Sommer können Kinder diese Werte überschreiten, wenn viele kalorienreduzierte Erfrischungsgetränke aufgenommen werden. Die langfristigen gesundheitlichen Folgen sind nicht abschätzbar, da die Stoffwechselaktivität des Kindes höher ist als beim Erwachsenen.