Energiepreise, Energiemarkt


Pressemitteilung
24. März 2010

Gekippte Ölpreisbindung

Verbraucherzentrale Hessen zur Bedeutung des wegweisenden BGH-Urteils

Die ausschließliche Kopplung von Gas- an die Preise für extra leichtes Heizöl (HEL) ist nach Ansicht des Bundesgerichtshofs (BGH) eine unangemessene Benachteiligung der Kunden. Die Bindung ermögliche es den Energieversorgern, über die Abwälzung konkreter Kosten hinaus zusätzliche Gewinne zu erzielen. Der BGH hat heute unter anderem über die Preisberechnungsklauseln der Stadtwerke Dreieich entschieden. Versorger, die ähnliche Klauseln mit einer Bindung an den Ölpreis verwenden, werden in Zukunft ihre Bedingungen anpassen müssen. Bereits in der Vergangenheit wurden viele Preisänderungsklauseln deutscher Energieversorger von den Gerichten als unwirksam erachtet - häufig mit der Begründung fehlender Transparenz. Verbrauchern, die bereits der Preisgestaltung ihres Gasversorgers widersprochen haben, stehen gegebenenfalls Rückforderungsansprüche zu. Allen anderen Sondervertragskunden empfiehlt die Verbraucherzentrale Hessen den Blick in die eigenen Vertragsbedingungen und einen Preiswiderspruch in Erwägung zu ziehen.

Pressemitteilung 27/2010 (23 kb, pdf)
Pressemitteilung
23. Februar 2010

Teures Nass - schutzlose Verbraucher

Verbraucherzentrale Hessen kritisiert mangelnde Kontrolle bei überteuertem Trinkwasser

Mit dem BGH-Beschluss zur Preisgestaltung des Wetzlarers Versorgers enwag wurde die kartellrechtliche Missbrauchskontrolle von Wasserpreisen deutlich gestärkt. Doch die Mehrheit der Wasserversorger verlangt keine Wasserpreise, sondern öffentlich-rechtliche Gebühren, für die das Kartellrecht keine Handhabe bietet. Wasserunternehmen, die Gebühren erheben, unterliegen ausschließlich der staatlichen Kommunalaufsicht, die in der Regel kein Interesse an niedrigen Wassergebühren hat. Eine effektive Kontrolle findet letztlich nicht statt. Die meisten Verbraucher sehen nicht ein, dass es für ein- und dasselbe Gut Preise und Gebühren gibt. Es besteht dringender Handlungsbedarf - auch im Sinne des Rechtsfriedens und der Rechtssicherheit. Die Verbraucherzentrale Hessen fordert daher von der Politik die Herstellung eines einheitlichen Maßstabes in der Preisbildung sowie die Schaffung einer einheitlichen und effizienten Preisaufsicht, zum Beispiel im Rahmen einer effektiven Regulierungsbehörde.

Pressemitteilung 16/2010 (28 kb, pdf)        Wasserpreise - Verbraucherinformation (31 kb, pdf)

Wasserpreise - Positionen der Verbraucherzentrale Hessen (38 kb, pdf)


Pressemitteilung
19. August 2008

Undurchsichtige Preisgarantien der Gasversorger

Verbraucherzentrale Hessen warnt vor allzu schnellem Vertragsschluss

Viele hessische Gasversorger erhöhen zum Herbst die Preise. Im Zuge dieser Gaspreiserhöhungen werben die Versorger wieder mit vielfältigen Produktangeboten. Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale Hessen sind besonders Gas-Festpreisangebote mit großer Vorsicht zu genießen, da Preiserhöhungen über eine Prämie oder einen zusätzlich zu entrichtenden Garantiebeitrag verschleiert werden.

Pressemitteilung 76/2008 (34 kb, pdf)
Pressemitteilung
19. Juni 2008

Der Trick mit der rosa Postkarte und den Tarifinformationen zum Stromanschluss

Verbraucherzentrale Hessen warnt vor allzu schnellem Vertragsschluss

Überall in Deutschland bekommen Verbraucher derzeit dubiose rosafarbene Postwurfsendungen der ESD Energie Service Deutschland AG, die ihnen "wichtige Informationen zu ihrem Stromanschluss" versprechen. Bei Rückruf der kostenlosen Nummer wird versucht, die Anrufer direkt am Telefon zum Stromanbieterwechsel zu drängen. Die Verbraucherzentrale Hessen warnt vor unüberlegten Vertragsabschlüssen.

Pressemitteilung 55/2008 (23 kb, pdf)
Pressemitteilung
27. März 2008

Kostenfalle im Internet: www.stromverbrauch.de

Verbraucherzentrale Hessen warnt vor dubiosem Online-Tarifvergleich

Damit der Stromanbietervergleich per Internet nicht zur bösen Überraschung wird, rät die Verbraucherzentrale Hessen dringend davon ab, sich vorschnell auf www.stromverbrauch.de anzumelden. Den versprochenen Preis- und Anbietervergleich sowie eine angebliche "Gewinnchance auf energiesparende Haushaltsgeräte im Wert von 2000 Euro" lässt sich die Betreiberin des Online-Portals mit 59,95 Euro für einen 6-Monats-Zugang vergüten.

Pressemitteilung 23/2008 (30 kb, pdf)