Nachwachsende Rohstoffe


Biodiesel-Tankstellen, Hanf-Shops, neue Produktionszweige für Verpackungsmaterialien oder Entwicklungen im Dämmstoffbereich: Dies sind Beispiele für den Einsatz nachwachsender Rohstoffe. Verbrauchern weniger bekannt hingegen ist z. B., dass Grundsubstanzen der Zuckerrübe zur Waschmittel- oder Arzneiherstellung eingesetzt werden.

Der Begriff nachwachsende Rohstoffe stammt ursprünglich aus der Zeit der "Ölkrise" zu Beginn der 70er Jahre. Die Suche nach alternativen Energiequellen erstreckte sich dabei auch auf nachwachsende Rohstoffe. Die Nutzung von Holz als Bau- und Konstruktionsmaterial oder von Pflanzenfasern für die Textilherstellung sind bekannte Beispiele für die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen. Die zunehmende Diskussion über Umweltprobleme wie den Treibhauseffekt, steigende Abfallmengen und die Übernutzung fossiler Ressourcen kamen als Motiv für die Beschäftigung mit nachwachsenden Rohstoffen hinzu. Als Folge der Reform der gemeinsamen Agrarpolitik in der EU dürfen auf stillgelegten Flächen nachwachsende Rohstoffe angebaut werden.